EKG-Wearables: Chance und Herausforderung zugleich
Ein aktueller Beitrag aus den Wearable Cardio News (Ausgabe 4/2026) zeigt: EKG-fähige Wearables wie Smartwatches oder mobile Messgeräte haben die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen deutlich verbessert. Sie ermöglichen es, Auffälligkeiten wie Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen und schneller eine gezielte Therapie einzuleiten.
Gleichzeitig machen die Autoren aber auch auf Grenzen aufmerksam: Die automatische Auswertung der Geräte ist nicht immer zuverlässig. Ein relevanter Anteil der Befunde ist fehlerhaft oder unklar und kann Patientinnen und Patienten verunsichern.
Daher gilt weiterhin: Jedes aufgezeichnete EKG sollte ärztlich überprüft werden, um Fehldiagnosen zu vermeiden und die richtige Einordnung zu gewährleisten.
Perspektivisch könnten verbesserte Algorithmen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Trefferquote erhöhen. Dennoch bleibt die ärztliche Beurteilung der entscheidende Faktor in der Diagnostik.
Quelle: Wearable Cardio News, Ausgabe 4/2026, Artikel „EKG-fähige Wearables – doppelter Fluch und Segen“ von Prof. Dr. Thomas Wendt.

